Vortrag, gehalten von Dr.-Ing. Günter Gösche,

am 9. Mai 2000 auf dem Grundschultag 2000 der GEW in Lahde

Thema:

Kann die öffentliche Schule ihren Auftrag noch erfüllen?

Lehrerinnen und Lehrer eingespannt zwischen den Zielen
Lehre und Disziplin

Ausschnitt:
Die Problematik des Lehrberufes heute lässt sich als eine Bipolarität darstellen: Sie umfasst zwei Bereiche, einen sensiblen, das ist die Lernmotivation der Schüler, und einen unsensiblen, das ist die Disziplinierung...

Es gibt eine kurzfristige und eine langfristige Betrachtungsweise. Zu der kurzfristigen gehört die Frage, wie ein Lehrer heute oder morgen mit dem Disziplinierungsproblem fertig wird...

Die Verhältnisse zu ändern, ist ein langfristiges Problem: Es ist das Dilemma des Lehrenden, dass er einerseits auf der Seite des Schülers steht, um ihn in seinen Lernbemühungen zu unterstützen; er aber andererseits eine Richtungsentscheidung zu treffen hat, um durch Sanktionen, Lernkontrollen, Benotungen, Zeugnisse die Leistungsanforderungen des Staates durchzusetzen und den Schüler in die Richtung zu lenken, die seinem Begabungsprofil am besten entspricht. Diese Doppelaufgabe, Doppelbelastung ist nicht mehr zeitgemäß; sie ist Relikt einer früheren, vergangenen Zeit...

Damit entfällt die Schulpflicht! ...

Ein Lehrender kann sich um so besser vor einer Schulklasse behaupten, je integrer seine Persönlichkeit ist, je besser er sich selbst und seine Probleme kennt, und je besser er die psychischen Probleme , die Lernschwierigkeiten und sozialen Probleme seiner Schüler kennt. Voraussetzung dafür ist ein gewisses Maß an Selbsterkenntnis, an Befasstheit mit sich selbst. 

Doch hier liegt ein neues Problem, weil es auch davon ein Zuwenig und ein Zuviel gibt. Die Gefahrenklippe liegt darin, dass gewisse Arten der Selbstbefasstheit geradezu Krankheitssymptome sind. Hier gibt es also eine Grenzlinie, die ich kenne muss, und die in den Büchern "Dimensionen des Bewusstseins" und "Ego cogito, ego mutabo" von Georg M. Peters genau beschrieben werden. Wenn man diese Grenze nicht kennt, ist jedes Befasstsein mit der eigenen Person gefährlich und wird auch so empfunden...

Selbstbefasstheit hängt mit dem Begriff der Ästhetik zusammen. Wieso? Das ist der Inhalt der erwähnten Bücher von Georg M. Peters. Sie vermitteln eine neue Einstellung zur abendländischen Kulturgeschichte und einen Kurs in Lebensführung...

Ende des Ausschnitts.
Sie können sich das vollständige Manuskript dieses Vortrags zuschicken lassen, wenn Sie es per Post beim Verlag (siehe oben) bestellen und 2 Euro in Briefmarken beilegen.

Sagen Sie, welche Fassung Sie wünschen:

A: 16 Seiten DIN A4 - die vollständige Version

B: 12 Seiten - die für die Publikation in der ZEIT gekürzte Version oder

C: 21 Seiten - eine erweiterte Fassung

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